SendR SE schließt Umfirmierung in Clean Logistics SE erfolgreich ab: Clean Logistics läutet jetzt die Dekarbonisierung des Schwerverkehrs ein

Die Clean Logistics SE (vormals firmierend als SendR SE) gibt bekannt, dass die von der ordentlichen Hauptversammlung der SendR SE am 15. Juli 2021 beschlossene Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage unter Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre vom Amtsgericht Hamburg am 25. August 2021 ins Handelsregister eingetragen worden ist. Das Grundkapital der Gesellschaft erhöht sich infolgedessen um 10.509.415,00 Euro auf 12.227.139,00 Euro. Darüber hinaus wurde die ebenfalls auf der ordentlichen Hauptversammlung beschlossene Namensänderung der börsennotierten SendR SE in Clean Logistics SE ("Clean Logistics") ins Handelsregister eingetragen. Damit ist die Umfirmierung der SendR SE in Clean Logistics SE vollzogen. Die Aktien der Clean Logistics SE werden weiterhin unter der bekannten ISIN DE000A1YDAZ7 an der Wertpapierbörse notieren. Mit dem Eintrag der Kapitalerhöhung sowie der Umfirmierung vollzieht das Unternehmen einen weiteren wichtigen Schritt in seiner Unternehmensgeschichte.

Clean Logistics revolutioniert den Transportsektor durch die Konvertierung von herkömmlichen dieselbetriebenen Schwerlastzugmaschinen und Personenbussen zu emissionsfreien wasserstoffgetriebenen Fahrzeugen. Damit leistet das Unternehmen als First Mover einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung des Transportsektors.

Der erste auf Wasserstoffbetrieb konvertierte ÖPNV-Bus wurde am 29. Juli 2021 an die Uckermärkische Verkehrsgesellschaft (UVG) ausgeliefert. Beim HyBatt-Bus handelt es sich um den europaweit ersten konvertierten Bus mit Brennstoffzellen-Wasserstoff-Antrieb im ÖPNV. Das umgerüstete Fahrzeug des Typs Mercedes-Benz Citaro verfügt über ein leistungsfähiges völlig emissionsfreies Energiesystem mit einer Reichweite von über 300 Kilometern. Damit hat Clean Logistics als Pionier der Konvertierung von dieselbetriebenen Fahrzeugen begonnen, den Personen- und Schwerlasttransportsektor in Deutschland in eine klimaneutrale Zukunft zu führen. Noch im vierten Quartal 2021 wird der zweite HyBatt-Bus an die UVG übergeben. Gleichzeitig werden noch in diesem Jahr die ersten drei Prototypen des HyBatt-Trucks den Testbetrieb aufnehmen. Dabei handelt es sich um Sattelzugmaschinen (40-Tonner) der Marken DAF, Mercedes und MAN, die zusammen rund 70 % des europäischen LKW-Marktes abdecken. Die auf Wasserstoffbetrieb konvertierten LKW von Clean Logistics haben eine Reichweite von 400 bis 500 km. Bereits im zweiten Quartal 2022 werden die ersten HyBatt-Trucks im Kundenauftrag konvertiert. Die Auslieferungen an Kunden sind für Ende 2022 vorgesehen.

Mit der einzigartigen Kombination aus Brennstoffzelle, nicht brennbaren Hochleistungs-Batterien, Wasserstofftanks und einer eigens entwickelten und verschleißfreien elektrischen Hinterachse mit Radnabenmotoren ist Clean Logistics in der Lage, bereits heute umweltbelastende Zugmaschinen und Busse zu emissionsfreien Fahrzeugen zu wandeln. Den Entwicklungskern stellt dabei HYBOSS dar: Die eigens entwickelte intelligente Betriebs- und Energiemanagementsoftware steuert alle Antriebselemente in den unterschiedlichen Fahrsituationen, ist OTA-fähig und übernimmt das gesamte Betriebsstrategiemanagement in den Fahrzeugen. Umgerüstet werden die Fahrzeuge aktuell auf vier Umbauplätzen in Winsen, Niedersachsen. In einer ersten Ausbauphase werden im zweiten Quartal 2022 weitere elf Umbauplätze hinzukommen. Über den Aufbau eines Partnernetzwerks wird Clean Logistics die Kapazitäten sukzessive in den nächsten Jahren hochfahren.

Das entwickelte alternative Antriebskonzept von Clean Logistics ist nicht nur CO2-neutral und ressourcenschonend. Neben dem emissionsfreien Betrieb führt die Konversionstechnologie im Vergleich zu einer Neuanschaffung von emissionsfreien Fahrzeugen zu einer signifikanten Reduktion von CO2-Emissionen. Zum Aufbau einer klimaneutralen und zukunftsgerichteten Fahrzeugflotte müssen so Logistikunternehmen und Verkehrsverbünde keine Neuanschaffungen tätigen, wodurch eine erhebliche CO2-Belastung entfällt. So werden klimabelastende Dieselbusse und Sattelzugmaschinen von der Straße genommen und mit einer klimagerechten Zukunftstechnologie ausgestattet. Zudem müssen Fahrer sich nicht auf einen neuen Fahrzeugtyp einstellen und ggf. geschult werden.

"Wir sind der erste Anbieter in Europa, der umweltbelastende Sattelzugmaschinen in emissionsfreie Fahrzeuge konvertiert. Die Nachfrage ist enorm. Alle unsere Umbaukapazitäten sind schon jetzt verbindlich gebucht. Darüber hinaus liegen uns konkrete Nachfragen im hohen dreistelligen Bereich vor. Wir ebnen konsequent den Weg in Richtung nachhaltige Mobilität. Die Dekarbonisierung des Straßenverkehrs ist uns ein wichtiges Anliegen", so Dirk Graszt, CEO der Clean Logistics SE.

Auf Basis der politischen Vorgaben und zahlreicher Initiativen auf Länder- und Bundesebene sowie der EU zur Förderung klimaneutraler Technologien und Infrastruktur entsteht ein sehr hohes Marktpotential für Clean Logistics. Allein innerhalb der kommenden vier Jahre müssen in Deutschland fast die Hälfte aller neu beschafften Busse im ÖPNV gemäß EU-Verordnung emissionsarm unterwegs sein. Es wird erwartet, dass der Straßengüterverkehr bis 2030 um 19 % steigt, gleichzeitig ist das Ziel der Bundesregierung, die Emissionen im Verkehr um 48 % zu senken. Dazu müssen bis 2030 rund 220.000 emissionsfreie Lkw im schweren Güterverkehr rollen. "Mit der ressourcenschonenden Konvertierung bestehender LKW durch Clean Logistics können pro Fahrzeug und Jahr rund 75 Tonnen CO2 eingespart werden. Wir sehen gute Wachstumschancen und sind mit unseren Fahrzeugen bestens im Markt positioniert, um zusammen mit den Logistikunternehmen und Verkehrsverbünden pragmatische Lösungen zur Verminderung des CO2-Ausstoßes schnell und ohne Zeitverlust umzusetzen", fasst Dirk Graszt das Wachstumspotential von Clean Logistics zusammen.

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